Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken, und Ihr vierbeiniger Begleiter spürt dies lange vor Ihnen. Der Herbst ist nicht nur ein optischer Wandel: Es ist eine entscheidende Phase, in der sich die Ernährungsbedürfnisse unserer Hunde und Katzen unbemerkt verändern. Weniger Licht, für manche weniger Aktivität im Freien, für andere der herbstliche Fellwechsel – all das sind Signale, die eine Anpassung der Fütterung erfordern.
Sollte man die Rationen erhöhen? Bestimmte Nährstoffe bevorzugen? Wie unterstützt man den Fellwechsel, ohne die Futtergewohnheiten durcheinanderzubringen? Dieser Leitfaden gibt Ihnen für jede Tierart die wichtigsten Tipps, damit Ihr Begleiter gut vorbereitet in den Herbst und Winter starten kann – lecker, natürlich, schweizerisch.
Warum sich der Nährstoffbedarf mit den Jahreszeiten ändert
Sowohl bei Hunden als auch bei Katzen ist der Stoffwechsel nicht das ganze Jahr über gleich. Der Temperaturabfall zwingt den Organismus dazu, mehr Energie aufzuwenden, um die Körpertemperatur aufrechtzuerhalten, insbesondere bei Tieren, die teilweise oder vollständig im Freien leben. Im Gegensatz dazu nimmt die körperliche Aktivität bei Haustieren, die in beheizten Wohnungen leben und weniger nach draußen gehen, mit den kürzer werdenden Tagen oft ab – ein Risikofaktor für Gewichtszunahme, wenn die Ernährung nicht entsprechend angepasst wird.
Der Herbst markiert bei vielen Katzen und Hunden mit mittlerem oder langem Fell auch den Beginn des Fellwechsels: Das Sommerfell weicht einem dichteren Winterkleid. Diese Umstellung erfordert Ressourcen – insbesondere Proteine und Fettsäuren –, die durch das tägliche Futter bereitgestellt werden müssen.
Hunde: Anpassung der Rationen an Aktivität und Lebensstil
Für einen aktiven Hund, der bei jedem Wetter draußen ist, kann der Energiebedarf mit Einbruch der Kälte leicht steigen, besonders bei kurzhaarigen Rassen oder kleinen Hunden, die schneller auskühlen. Eine unveränderte Ration kann dann zu wenig sein.
Ein eher gemütlicher Hund hingegen, der bei Regen und früher Dunkelheit weniger spazieren geht, läuft Gefahr, zuzunehmen, wenn seine Ration die gleiche bleibt wie im Sommer. In beiden Fällen sollte man auf Folgendes achten:
- Regelmäßige Beobachtung der Figur und des Gewichts – der beste Maßstab sind Auge und Hand, nicht die allgemeine Tabelle auf der Futterpackung.
- Die Qualität der Proteine, die essenziell ist, um die Muskelmasse während der Monate mit wechselnder Außenaktivität zu unterstützen.
- Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, die zur Dichte und zum Glanz des Winterfells beitragen.
- Hydratation, die im Herbst oft vernachlässigt wird, da der Hund natürlich weniger trinkt als im Sommer – Feuchtfutter oder eine Mischfütterung kann helfen.
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Katzen: Unterstützung beim Fellwechsel und Kalorienbedarf
Bei Katzen ist der herbstliche Fellwechsel oft dezenter als im Frühjahr, stellt aber ebenso hohe Anforderungen an die Nährstoffe. Ein sich erneuerndes Fell benötigt eine erhöhte Zufuhr an hochwertigen Proteinen und essenziellen Fettsäuren, da das Fell sonst stumpf oder brüchig werden kann oder sich vermehrt Haarballen bilden.
Freigänger passen ihren Appetit meist ganz natürlich an den Temperaturabfall an. Wohnungskatzen hingegen unterliegen diesen klimatisch bedingten Aktivitätsschwankungen nicht – ihre Ration sollte daher stabil bleiben oder sogar genau überwacht werden, um eine Gewichtszunahme durch weniger Spiel und Stimulation im Herbst zu vermeiden.
Einige nützliche Anhaltspunkte:
- Bevorzugen Sie Rezepturen, die reich an hochwertigen tierischen Proteinen sind, wie sie in unserem Gourmet-Menü für Katzen angeboten werden.
- Bürsten Sie Ihre Katze regelmäßig, um das Verschlucken von losen Haaren während des Fellwechsels zu reduzieren.
- Portionieren Sie die Mahlzeiten eher auf, anstatt die Menge zu erhöhen, um einen stabilen Stoffwechsel zu gewährleisten.
Wichtige Nährstoffe für den Herbst
Neben den artspezifischen Anforderungen gibt es einige Nährstoffe, denen man zu dieser Jahreszeit besondere Aufmerksamkeit schenken sollte:
- Hochwertige tierische Proteine: Unterstützen das Fellwachstum und den Muskelerhalt.
- Omega-3-Fettsäuren (EPA/DHA): Stärken die Hautbarriere und verringern die durch Heizungsluft verursachte Hauttrockenheit.
- Vitamine A und E: Tragen zur Hautgesundheit und zum Fellglanz bei.
- Zink und Biotin: Zwei oft unterschätzte Helfer für die Fellqualität.
Wohlfühlen: Sorgen Sie auch für den Komfort Ihres Begleiters
Die Ernährung ist nur ein Teil der herbstlichen Umstellung. Thermischer Komfort und geistiges Wohlbefinden sind genauso wichtig, vor allem für Tiere, die in der kalten Jahreszeit mehr Zeit drinnen verbringen. Ein gemütlicher Schlafplatz wird zu einem wichtigen Rückzugsort:
- Das Baldrian-Kissen für Katzen bietet ein beruhigendes Nest, das besonders nützlich ist, wenn die Tage kürzer werden und sich der Rhythmus im Haus ändert.
- Der Latex-Ball für Hunde sorgt an Regentagen für spielerische Aktivität in Innenräumen, was essenziell ist, um eine gewichtszunahme durch weniger Bewegung im Freien zu vermeiden.
Häufige Fragen
Muss ich die Futterration meines Hundes im Winter wirklich erhöhen?
Das hängt vor allem von seinem Aktivitätsniveau ab, nicht nur von der Jahreszeit. Ein Hund, der genauso viel draußen unterwegs ist wie im Sommer und im Freien lebt, benötigt eventuell einen leichten Kalorienüberschuss. Ein gemütlicher Hund in einer beheizten Wohnung braucht diesen in der Regel nicht.
Warum verliert meine Katze im Herbst so viele Haare?
Das ist der herbstliche Fellwechsel, ein natürlicher Vorgang, bei dem das Sommerfell durch ein dichteres Winterfell ersetzt wird. Eine protein- und fettsäurereiche Ernährung unterstützt diesen Prozess.
Trinkt mein Tier im Herbst tatsächlich weniger?
Ja, das kommt vor, besonders bei Katzen. Das Anbieten von Feuchtfutter oder einer Mischfütterung hilft, diesen natürlichen Rückgang der Flüssigkeitsaufnahme auszugleichen.
Muss ich das Futter zu jeder Jahreszeit komplett umstellen?
Nicht unbedingt. Das Wichtigste ist, das Gewicht, das Fell und die Energie Ihres Begleiters zu beobachten und die Mengen anzupassen oder punktuell durch Nahrungsergänzungsmittel zu unterstützen, anstatt systematisch die Marke zu wechseln.
Fazit
Der Herbst erfordert eine subtile, aber echte Aufmerksamkeit bei der Ernährung Ihres Hundes oder Ihrer Katze: Keine radikalen Änderungen, keine Vernachlässigung, sondern eine aufmerksame Beobachtung von Gewicht, Fellzustand und Energieniveau. Durch die Anpassung der Futtermengen, den Fokus auf hochwertige Proteine und Fettsäuren sowie die Förderung des täglichen Wohlbefindens begleiten Sie Ihr Tier gelassen durch die kühle Jahreszeit.
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